Märklin Modell 39120 - Umbau

(DB BR E 10.3 in blau)

von Manfred G. Fischer, 20. Oktober 2018

Haftungsausschluss:

Bei einem Umbau von Modellbahnartikeln durch nicht-autorisiertes Personal erlischt ein evtl. vorhandener Gewährleistungsanspruch gegen den/die Hersteller. Alle hier gemachten Angaben zum Umbau erfolgen ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Ein Nachbau geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Insbesondere kann ein Rückbau in den Ausgangszustand nicht garantiert werden. Der Autor dieses Artikels kann für evtl. Folgen, die sich aus einem solchen Umbau ergeben, nicht haftbar gemacht werden.

Hinweis auf geschützte Warenzeichen:

  • "SoftDriveSinus®" ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Gebr. Märklin & Cie. GmbH, Postfach 8 60, D-73008 Göppingen, DE. 
  • "mfx®" ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Gebr. Märklin & Cie. GmbH, Postfach 8 60, D-73008 Göppingen, DE. 
  • "märklin®" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebr. Märklin & Cie. GmbH, Postfach 8 60, D-73008 Göppingen,
  • "Trix®" ist eine eingetragene Marke der Firma Gebr. Märklin & Cie. GmbH, Postfach 8 60, D-73008 Göppingen, DE. 
  • "ESU®" ist eine eingetragene Marke der Firma ESU electronic solutions ulm GmbH & Co. KG, Edisonallee 29, 89231 Neu-Ulm, DE.
  • "LokPilot®" ist eine eingetragene Marke der Firma ESU electronic solutions ulm GmbH & Co. KG, Edisonallee 29, 89231 Neu-Ulm, DE.

 

Zur Beachtung: Es handelt sich bei diesem Aufsatz nur um eine Beschreibung meiner eigenen laienhaften Erfahrungen und ist keine Anleitung zum Nachbau / Umbau. Alle Angaben ohne Gewähr. Eine Haftung des Autors für Fehler  und Schäden beim Anwenden dieser laienhaften Beschreibung ist deshalb ausgeschlossen.

 

 

Dieser Artikel ist in Vorbereitung. Zunächst ein paar Bilder von der Ausgangssituation:

 

 

Große Bilder von der Hauptplatine (Sinus-Treiberplatine, wahrscheinlich eine SoftDriveSinus®-Platine, ZI060420C), zum Vergrößern bitte anklicken:

...

Bilder gehostet bei www.bilder-hochladen.net

Die Anschlußbelegung auf der Hauptplatine an der Seite zur Lichtplatine an FS2 und zum Soundmodul (Soundmodul vom Typ DVM09, Aufkleber "0635"):

 

 

Erste Aufgabe: Umbau auf warmweisse Beleuchtung statt der originalen dunkelgelben Beleuchtung. Ich habe mich dazu entschlossen, die bisherigen Beleuchtungsplatinen (dunkelgelb/rot, Ersatzteil-Nr E124587) ganz zu tauschen gegen die aktuellen (2018) verfügbaren Ersatzteile des Modells m39124: Ersatzteil E132288, warmweiss/rot. Bei E132288 sind die Vorwiderstände auf der Beleuchtungsplatine integriert. Die bisherigen Vorwiderstände sind im Vergleich dazu so gering, dass sie auf der Hauptplatine belassen werden können, ohne das Lichtergebnis zu verschlechtern. Beim Herauslöten der alten Platinen möge man sich tunlichst die Reihenfolge der Anschlüsse merken. Da die neuen Platinen ihre Lötpunkte auf der Rückseite haben, ist die Anschlussreihenfolge bei den neuen Platinen spiegelbildlich zu den alten Lötpunkten. Vertauscht man versehentlich orange (U+) mit dem Schlusslicht, dann läßt sich das Schlusslicht nicht mehr schalten. Vergleich der Platinen miteinander:

Bei E132288 geht orange (U+) an den Lötpunkt A12, Schlusslicht an A7, das untere Stirnlicht an A6 und das obere Stirnlicht (mit niedrigerem Vorwiderstand) an AB6. Der niedrigere Vorwiderstand für die obere Stirnlicht-LED sowohl bei den alten als auch den neuen Platinen ist notwendig, da der Lichtleiter nach oben zum dritten Spitzenlicht sonst eine zu geringe Lichtausbeute bewirkt. Auf dem folgenden Bild ist die neue Verkabelung mit den Platinen E132288 zu sehen:

Zur Beurteilung des Ergebnisses ein paar Bilder vorher/nachher. Der Ausgangszustand ist in der Wirklichkeit dunkler als auf dem Foto:

Und nach dem Umbau auf warmweisse LED mittels E132288:

 

 

Nun will man die Lok ja nicht bei angehängtem Zug mit eingeschaltetem Schlusslicht fahren lassen. Ab Werk ist das Schlusslicht aber dauerhaft an. Da ich später den Decoder sowieso tauschen möchte auf einen Sounddecoder, habe ich im Fall meiner m39120 das Soundmodul und dessen Lautsprecher ausgebaut. Die dabei frei werdenden Anschlüsse AUX1 und AUX2 werden nun genutzt, um die Schlussbeleuchtung zuschaltbar zu machen. Dazu werden die Anschlüsse auf der Hauptplatine in Richtung FS2 wie folgt umverkabelt: AUX1 wird mit dem Lötpad A7 der Beleuchtungsplatine an FS1 verbunden (auf meinem folgenden Bild ist dies das "braun-weisse" Kabel, da ich leider kein "braun-rotes" Kabel zur Verfügung hatte. AUX2 wird mit dem Lötpad A7 der Beleuchtungsplatine an FS2 verbunden, auf dem Bild ist dies das "braun-grüne" Kabel. Diese Verkabelung ohne weitere Vorwiderstände ist möglich, weil die benötigten Vorwiderstände sich schon auf den modernen Lichtplatinen E132288 befinden:

Die nicht mehr benötigten Kabel in gelb und grau habe ich mit Schrumpfschlauch provisorisch stillgelegt. Sie können nach Fertigstellung des Umbaus ebenfalls abgelötet werden.

Nächste Aufgabe: Umbau auf anderen Decoder. Dabei ist es zunächst von Interesse, das Function-Mapping des Werksdecoders zu kennen, um zu wissen, wie die Sinus-Treiberplatine vom Decoder mit Strom versorgt wird. Im Fall der m39120 erfolgt dies über die Aktivierung von AUX4 in Stand und Fahrt im Decoder, wobei AUX4 ein unverstärkter Ausgang ist (Logikpegel):

 

Für den Umbau auf einen Sounddecoder wähle ich den nicht mehr ganz so aktuellen mSD1-Spezial, m60940. Dieser Decoder hat serienmäßig unverstärkte AUX3- und AUX4-Ausgänge, kann also die m39120-Sinus-Treiberplatine via AUX4-Logikpegel mit Strom versorgen. Es muss dazu im m60940 in Fahrt und Stand AUX4 aktiviert werden. Dieser erste Programmierschritt erfolgt am besten mit dem Decoder außerhalb der Lok. Entweder auf einem Decoderprüfstand, der an eine Digitalzentrale angeschlossen ist, oder in einer Lok, die keine Sinus-Treiberplatine enthält.

Des weiteren muss der Motottyp auf Sinusmotor gesetzt werden und alle 4 Motorregeparameter auf 0 gesetzt werden, entweder per mfx-Programmerung, oder, falls die eingesetzte Digitalzentrale es zulässt, per DCC:

Motortyp (DCC CV #52) = 1 (Sinus),
Regelreferenz (DCC CV #53) = 0,
Parameter K (DCC CV #54) = 0,
Parameter I (DCC CV #55) = 0,
Regelungseinfluss (DCC CV #56) = 0.

Auf dem obigen Bild ist der Inhalt der Packung m60940 zu sehen. Es liegen zwei Lautsprecher bei, die beide verwendet werden können. Ich habe mich dazu entschlossen, den größeren Lautsprecher längs einzubauen. Sein serienmäßiges Kabel passt von der Länge her bis zum Schnittstellenstecker auf der Hauptplatine. Es lassen sich aber auch andere Lautsprecher verwenden. Für die mSD1- bzw. mSD3-Decoder sind Lautsprecher mit der Impedanz 4 Ohm oder 8 Ohm geeignet, die es auch von anderen Herstellern gibt. Ich habe die beiden Lautsprecherkabel direkt an die Füsschen der mtc21-Schnittstelle angeschlossen, da ich auf der originalen Hauptplatine keine Lautsprecherlötpads identifizieren konnte. Zur Sicherung der Lautsprecherkabel gegen die Hauptplatine habe ich ein kleines Stückchen durchsichtiges Klebeband auf die Hauptplatine geklebt:

 

Der Decoder kann dann einfach aufgesteckt werden. Er wird Richtung Motor etwas hochstehen, kollidiert aber nicht mit dem Gehäuse, wie auch schon andere Umbauer berichtet haben: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=76503 - mSD-Spezial für Märklin 39120 (April 2012)

Mein Soundprojekt für den mSD1-spezial (60940) findet sich auf http://cs2xh-mafi.hpage.com/

 

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